AC/DC Konzert Karlsruhe, August 2025

20.000 Gäste, aber nur 90 Minuten Zeit

Anforderungen des Events

75.000 Besucher, 20.000 Fahrgäste, 90 Minuten Zeit. Die 20.000 Fahrgäste hatten auf vier verschiedenen Parkflächen im Umland des Messegeländes Rheinstetten geparkt und mussten von den Parkplätzen zum Gelände gebracht werden. Nach dem Konzert mussten die 20.000 Gäste in 90 Minuten zuverlässig dorthin zurückgebracht werden. Parallel dazu: eine Sternfahrt mit 21 Routen und 56 Haltepunkten für Individualanreisende aus der gesamten Region.

Daran in Ihrer Event-Planung schon gedacht?

Darf man 20.000 Fahrgäste überhaupt stehend transportieren?
Im regulären Linienbetrieb ja, im Sonderverkehre nicht automatisch. RELAY hat vorab Linienkonzessionen für die vier Routen beantragt, damit Fahrgäste in Gelenkbussen auch stehend transportiert werden dürfen. Ohne diesen Schritt wäre das 90-Minuten-Ziel rechnerisch nicht erreichbar gewesen.
Was tut man, wenn alle lokalen Buskapazitäten bereits gebucht sind?
Die Karlsruher Verkehrsbetriebe hatten zum Zeitpunkt der Planung alle verfügbaren Fahrzeuge der lokalen Busunternehmen bereits selbst für den Messe Express verbucht. 100 Gelenk- und Solobusse wurden über das RELAY-Partnernetzwerk überregional zusammengestellt. Ein starkes Netzwerk ist kein Vorteil, es ist die Voraussetzung.
Wie bewegt man 20.000 Menschen in 90 Minuten, ohne dass die Routen sich gegenseitig blockieren?
Jede der vier Routen hatte eigene Koordinatoren an den Parkplätzen und am Gelände. Dazu ein dediziertes Team, das ausschließlich für das Nachschieben der Busse zuständig war, sowie einen Busvorhaltebereich in unmittelbarer Nähe für schnelle Taktung. Ohne dieses separate Nachschub-Team bricht die Taktung zusammen.
Wie findet ein Sternfahrt-Gast nach dem Konzert seinen Bus wieder, wenn 75.000 Menschen gleichzeitig das Gelände verlassen?
Die Sternfahrt-Busse wurden so positioniert, dass sie die Parkplatzrouten nicht tangieren. Jeder Bus wurde vor Ort beim Eintreffen bereits auf seine Abfahrts-Position gestellt – dafür war ein eigenes Team verantwortlich. Zudem waren die Reihen durchnummeriert, so dass ein schnelles Finden möglich war.
Was passiert, wenn das Mobilfunknetz beim Konzertende zusammenbricht?
Bei 75.000 Besuchern ist Netzüberlastung kein Sonderfall, sondern Planungsgrundlage. Der gesamte Betrieb wurde auf sicheren Funkbetrieb ausgelegt, unabhängig vom Mobilfunknetz. Koordinatoren, Fahrer und Einsatzzentrale blieben durchgehend erreichbar.
Wer spricht vorab mit der Verkehrsleitzentrale?
RELAY hat im Vorfeld gemeinsam mit dem Verkehrsplaner Begitterung und Verkehrsführung besprochen und abgestimmt. Zusätzlich gab es Team-Meetings mit den Disponenten aller Buspartner zur Besprechung der komplexen An- und Abfahrtssituation. Was vor Ort reibungslos aussieht, ist das Ergebnis von Wochen vorheriger Abstimmung.
Wie ordnet man Busse auch bei widrigen Lichtverhältnissen ihren Routen zu?
Alle Gelenkbusse hatten die beleuchtete Zielfeldbeschriftung im Voraus mit allen vier Routen programmiert. So gab es beim Nachrücken keine falsche Platzierung. Sofern vor Ort gesehen wird, dass auf einer anderen Route mehr Bedarf ist, kann der Fahrer die Beschriftung kurzerhand selbst ändern.

Ergebnis & Wirkung

„Die Organisation der Fahrten wurde zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt. Die Kommunikation mit der RELAY GmbH war zu jeder Zeit einwandfrei und lösungsorientiert. Wir freuen uns in der Zukunft auf weitere Projekte mit der RELAY GmbH.“

Marc Oßwald
Vaddi Concerts GmbH